Wendy Holdener unterwegs zu ihrem 5. Rang. Bild: Keystone/Christian Bruna

(sda) Die Schweizerinnen zeigen im Weltcup-Slalom von Lienz eine starke Reaktion auf das durchzogene Team-Ergebnis im Riesenslalom vom Vortag. Michelle Gisin fährt als Dritte auf das Podest, Wendy Holdener und Camille Rast belegen die Plätze 5 und 7.

Petra Vlhova feierte im vierten Slalom des Winters den dritten Sieg. Die Slowakin, die bereits nach dem ersten Lauf führte, setzte sich in Abwesenheit der Gesamtweltcup-Leaderin Mikaela Shiffrin eine halbe Sekunde vor der Österreicherin Katharina Liensberger durch und hält nun bei 15 Weltcup-Siegen in ihrer stärksten Disziplin. In der Slalom-Bestenliste rückte die 26-Jährige auf den 7. Platz vor.

Ein gelungenes Comeback zeigte Aline Danioth. Die 23-jährige Urnerin schaffte es nach fast zweijähriger verletzungsbedingter Rennpause auf Anhieb in den zweiten Lauf und wurde 25. Mélanie Meillard schied im ersten Lauf aus, Elena Stoffel kam trotz anhaltend gutem Pistenzustand nicht über Platz 38 hinaus.

Nachdem sich Gisin am Dienstag im Riesenslalom mit Platz 21 hatte begnügen müssen, präsentierte sich die noch nicht restlos vom Pfeifferschen Drüsenfieber genesene Engelbergerin 24 Stunden später in einer ganz anderen Verfassung. Mit Startnummer 1 reihte sie sich im ersten Lauf an zweiter Stelle ein, nur acht Hundertstel hinter der Slalom-Dominatorin der letzten Monate.

Im zweiten Lauf verteidigte Gisin ihren Podestplatz, während andere Fahrerinnen von den erfolgreich attackierenden Österreicherinnen Katharina Truppe (vom 13. auf den 4. Platz) und Katharina Gallhuber (vom 19. auf den 6.) überholt wurden. Einzig die Weltmeisterin Katharina Liensberger, die in dieser Saison noch ohne Podestplatz war, schob sich noch an der Schweizerin vorbei. Für Gisin ist es der zweite Podestplatz im Slalom von Lienz nach ihrer Premiere vor zwei Jahren, als sie ebenfalls Dritte wurde.

Zufrieden durften auch Wendy Holdener und Camille Rast vom letzten Rennen des Kalenderjahres abreisen. Holdener misslang zwar der erste Durchgang, dank der drittbesten Laufzeit rückte die Schwyzerin aber vom 10. noch auf den 5. Platz vor. Rast schnupperte über den Mittag als Halbzeit-Vierte an ihrem ersten Podestplatz im Weltcup und verpasste ihr Karriere-Bestergebnis schliesslich nur um einen Rang. Siebte war die als grosses Versprechen für die Zukunft gehandelte 22-jährige Walliserin, die sich vor knapp zwei Jahren schwer am rechten Knie verletzt hatte, bereits tags zuvor im Riesenslalom.

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