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Wasser spielt zentrale Rolle für Lauferfolg

Laufen  Am Freitag, 30. Juni, findet der Lauerzerseelauf statt. Bei warmem Wetter gilt es, den Kollaps zu vermeiden. Wasser ist das beste Rezept.

 


Erhard Gick

Dem ambitionierten Läufer oder der ambitionierten Läuferin stellt sich vor dem Lauerzerseelauf eine zentrale Frage: Wie kann ich einen Kollaps bei grosser Wärme vermeiden und trotzdem einen neuen Rekord aufstellen? Natürlich ist dabei ein neuer eigener Laufrekord gemeint. Aber nicht nur diejenigen, die ihre eigene Bestleistung verbessern wollen, müssen sich mit einem entscheidenden Faktor für den Erfolg auseinandersetzen. Wasser und der Wasserhaushalt entscheiden über ein gutes Gelingen und einen erfolgreichen Lauf. Dies bestätigt auch Christoph Stähli, Leitender Arzt für innere Medizin am Spital Schwyz.

Hohen Wasserverlust durch Schwitzen verringern
«Der menschliche Körper besteht bekanntermassen vorwiegend aus Wasser. Konkret beträgt der Wasseranteil bei einem gut trainierten, männlichen Freizeitsportler rund 60 Prozent des Körpergewichts, bei einer Frau etwa 5 bis 10 Prozent weniger. Ein 70 Kilogramm schwerer Lauerzerseelauf-Athlet trägt somit 42 Liter Wasser um den See», veranschaulicht Christoph Stähli den Sachverhalt. Der Wasserverlust über die Schweissproduktion könne je nach Witterung und Bekleidung schnell einmal 2 bis 3 Liter in der Stunde ausmachen, sagt der Arzt weiter. Dies entspreche über eine Wettkampfdauer von einer Stunde rund 3 bis 4 Prozent des Gesamtkörpergewichts, was keine gesundheitlichen Probleme mache und die Leistungsfähigkeit nicht beeinflusse.

«Es liegt auf der Hand, dass die wenigen Schlucke Wasser, die beim Verpflegungsstand zugeführt werden können, keine grosse Rolle spielen. Viel wichtiger ist aber der Umstand, dass der Athlet beim Start nicht bereits einen Flüssigkeitsmangel aufweist», hält Christoph Stähli fest. Dazu komme ein entscheidender Umstand, wie der Arzt weiter festhält. Die Teilnehmer von Feierabendläufen im Sommer hätten oft schon den ganzen Tag gearbeitet und unter Umständen wenig Flüssigkeit zu sich genommen. «Ein zusätzlicher Verlust während des Laufs wird dann viel schlechter toleriert und kann eine drastische Leistungseinbusse zur Folge haben», sagt er weiter.

Um dies zu vermeiden, sollte der versierte Ausdauersportler folgende drei Punkte beachten:
1. Am Wettkampftag ab dem Aufstehen viel und regelmässig trinken. Idealerweise müssen sie 2 bis 3 Mal stündlich Wasser lösen gehen, und der Urin ist hell und klar. Damit dürfen Sie sicher sein, dass ihr Körper am Start optimal hydriert ist.
2. Füllen Sie Ihr inneres Bidon. 5 bis 10 Minuten vor dem Start 3 bis 5 Deziliter Wasser trinken. Der Magen ist wie eine Trinkflasche, und das getrunkene Wasser wird dem Körper über die ersten 30 Rennminuten zur Verfügung gestellt.
3. Essen Sie vor dem und am Wettkampftag kohlenhydratreich (Stichwort Pastaparty). Kohlenhydrate werden in Form von Glykogen im Muskel und in der Leber gespeichert. Sie stellen rasch verfügbare Energiereserven dar, und jedes Gramm Glykogen speichert zusätzliche 4 Gramm Wasser. Auch dies eine Art «inneres Bidon».

Genug Wasser im inneren Bidon fast ein Erfolgsgarant
Wer also jetzt am kommenden Freitagabend an den Start geht und die Ratschläge von Christoph Stähli befolgt, der hat, gutes Training vorausgesetzt, schon die halbe Miete zu einem persönlichen Laufrekord auf sicher. «Gute Hydrierung, seriöses Training, passende Bekleidung und ein gesundes Mass an sportlichem Ehrgeiz. Ein tolles Laufergebnis und eine befriedigende Schlusszeit sind Ihnen damit garantiert», hält Christoph Stähli abschliessend fest.

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