Unter Anleitung von Leiterin Lea Schwindl gibts in der freien Natur eine Lektion Aerobic. Bilder: Erhard Gick

Das Schwyzer kantonale Jugend- und Sportlager Tenero ist ein Erfolg. Sport und Jassen sind die Alternativen nach einem Unwetter.

ERHARD GICK

Es sind für einmal ungewöhnliche Geräusche, die auf den Sportanlagen in Tenero zu hören sind. Statt nur Anfeuerungsrufe der sportbegeisterten Jugendlichen sind es auch Motorsägen.

Am Dienstagmorgen fegte ein heftiges Unwetter über die Zeltstadt hinweg und sorgte teilweise für Verwüstungen. Heruntergestürzte Äste und Bäume mussten entfernt werden. Dies die schlechte Nachricht. Die gute aus der sonst sonnigen Südschweiz: Die Schwyzerinnen und Schwyzer liessen sich davon nicht aus der Stimmung bringen.

Das Sportprogramm dem Wetter angepasst

«Wir mussten unser Sportprogramm kurzfristig umstellen. Auf den offenen Anlagen wurde das Angebot am Dienstagmorgen sofort eingestellt. Am Nachmittag haben wir in der Halle ein entsprechend angepasstes Programm für die Jugendlichen», so Mario Agostini, Lagerleiter in Tenero, am Dienstagvormittag. Not macht erfinderisch. Um die Zeit zu überbrücken, in der es so heftig goss, dass nicht an Sport zu denken war, wurden einfach Jassmeisterschaften durchgeführt. «Alle haben gut reagiert und das Beste aus der Situation gemacht. Die Stimmung bei den Teilnehmenden wie auch bei den Leitern ist ausgezeichnet. Für den weiteren Verlauf der Woche werden wir nach Möglichkeit unser Sportangebot im Freien und in der Halle fortführen», so Mario Agostini weiter. Das 51. Jugend- und Sportlager der Schwyzer Jugendlichen findet auch dieses Jahr unter speziellen Bedingungen statt. Die Corona-Zeit ist für die Lagerleiter ein zusätzlicher administrativer Aufwand. «Die Jugendlichen haben jedoch Verständnis dafür, dass wir auch dieses Jahr Hygienevorschriften einhalten müssen, aber auch das funktioniert gut», so Lagerleiter Mario Agostini.

Jugendliche sind gut in Schuss und voller Energie

Das Tenero-Jugend- und Sportlager hat seinen Charakter behalten, dass sich die Teilnehmer möglichst polysportiv beteiligen können. Ein gutes Zeugnis stellt auch der sportliche Leiter, Thomas Suter, den Schwyzer Jugendlichen aus. «Sie sind, trotz Corona, sportlich gut in Schuss und voller Energie.» Im Bereich Polysport, Leichtathletik, Geräteturnen und Biken wird jeweils am Morgen ein Grundangebot angeboten. «Am Nachmittag sind es Wahlfächer. Das beginnt bei Unihockey, führt über Kanuausflüge auf dem Lago Maggiore, Aerobic und Tennis und hört mit vielen weiteren Sportarten auf. Wir können hier im Campo aus dem Vollen schöpfen», hält Thomas Suter, Turn- und Sportexperte, weiter fest.

Verschiedene Aktivitäten und einige spezielle Diszipli-nen, eine Mischung aus Spiel und Sport, zählen schliesslich zur Lagermeisterschaft. 75 Jugendliche (50 Mädchen, 25 Knaben) – 35 davon sind Geräteturner – sowie 20 Leiter und Leiterinnen bestreiten dieses 51. Sommerlager des Kantons Schwyz.

Jubelstimmung trotz tristem Wetter: 75 Jugendliche und 20 Leiterinnen und Leiter aus dem Kanton Schwyz bestreiten das 51. Jugend- und Sportlager des Kantons Schwyz in Tenero. Bilder: Erhard Gick

Das Urgestein der Schwyzer Geräteturner, Max Stachel, instruiert eine Geräteturnerin am Reck (Bild links). Während des Gewittersturms wurde für einmal auf Jassen umgestellt (oben rechts).

Das Küchenteam mit Erich Bucher, Irene Zollinger, Hans Muheim und Küchenchef Michael Stöcklin (Bild rechts unten, von links) sorgt für «sonnige» Gaumenfreuden.

Der Dienstag war auch im Tessin verregnet. Da gab es einfache Spiele wie dieses sportliche Tanzspiel.

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