Wendy Holdener zum Saisonauftakt und mit ihrer Vorgeschichte top gefahren. Bild: Keystone

(sda) Neue Saison, altes Bild an der Spitze in Levi: Petra Vlhova gewinnt wie im Vorjahr den Slalom-Auftakt in Finnland vor Mikaela Shiffrin. Wendy Holdener wird Siebente, unmittelbar vor Michelle Gisin.

Holdener, die ihren verspäteten Saison-Einstand gab, griff nach dem 8. Zwischenrang nach dem ersten Lauf zwar an, mehr als einen Platz schob sich die Schwyzerin aber nicht nach vorne. Ihr Positionsgewinn ging auf Kosten von Gisin, die nach dem Morgen-Pensum noch an 5. Stelle und in Tuchfühlung zu den Podestplätzen gelegen hatte.

Dass Holdener und Gisin im ersten von zwei Slaloms in Levi nicht ganz vorne mitmischten, überraschte kaum. Gisin litt im Sommer schwer am Pfeifferschen Drüsenfieber und wagte sich in Levi zum ersten Mal wieder in steiles Gelände, Holdener hatte sich in der Vorbereitung im Krafttraining Brüche in den Händen zugezogen und war in Sölden und im Parallelrennen in Lech/Zürs noch nicht am Start.

Holdener: «Ein kleines Wunder»

«Dass ich überhaupt hier stehe und dieses Rennen fahre, ist angesichts der Vorgeschichte ein kleines Wunder», freute sich Holdener. «Wahrscheinlich fehlen mir noch ein paar Trainingskilometer. Wenn ich aber sehe, wo ich trotzdem schon stehe, darf ich nach ganz vorne blicken», so die Schwyzerin.

Holdener und Gisin trennten am Ende 13 Hundertstel. Zum Podest, das die Deutsche Lena Dürr komplettierte, fehlte den beiden Schweizerinnen deutlich mehr als eine halbe Sekunde, zum Sieg 1,50 respektive 1,63 Sekunden. Vor Holdener und Gisin reihte sich als Fünfte auch die Schwedin Anna Swenn Larsson ein, die ein starkes Comeback nach ausgeheiltem Knöchelbruch gab.

Vlhova in beiden Läufen die Schnellste

Vlhova realisierte in beiden Läufen die Bestzeit. Für die slowakische Gesamtweltcupsiegerin der letzten Saison war es der 13. Triumph im Slalom und der vierte in Levi nach dem doppelten Erfolg 2020 und dem Triumph im Jahr 2017. Shiffrin verpasste ihren 46. Slalomsieg, mit dem sie den Rekord von Ingemar Stenmark für die meisten Weltcup-Erfolge in einer einzelnen Disziplin egalisieren würde, um 31 Hundertstel. Wegen Rückenproblemen hatte die Amerikanerin das Training nach Sölden dosieren müssen.

Katharina Liensberger kam nach zwei verhaltenen Läufen nicht über Platz 6 hinaus. Die 24-jährige Weltmeisterin âus Österreich hatte sich im Verlauf der letzten Saison an die Spitze der Slalom-Hierarchie geschoben und auch dank ihren zwei ersten Weltcupsiegen die kleine Kristallkugel geholt.

Rast und Meillard abgeschlagen

Die fünf weiteren Schweizerinnen neben Holdener und Gisin scheiterten allesamt im ersten Lauf. Camille Rast (37.) und Mélanie Meillard (44.) kamen überhaupt nicht auf Touren und verloren mehr als zweieinhalb Sekunden auf die Schnellsten. Auch Elena Stoffel (48.), Nicole Good (52.) und Carole Bissig (ausgeschieden) waren am Nachmittag nicht mehr mit von der Partie. Bereits am Sonntag bietet sich den gestrauchelten Schweizerinnen im Lappland die Gelegenheit zur Korrektur.

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