Muriel Züger ist Europameisterin über 300 Meter liegend. Bild: Swissshooting

Die Galgener Schützin trumpft an den Europameisterschaften im kroatischen Osijek gross auf.

Lars Morger, March Anzeiger

Erstmals in ihrer noch jungen Karriere reiste die Galgenerin Muriel Züger in diesem Jahr an eine Schiess-Europameisterschaft. Bereits in der ersten Woche zeigte sie gute Resultate und konnte sich von ihrer besten Seite zeigen. Am letzten Montag schoss sie in der Königsdisziplin, dem 50 Meter Dreistellungsmatch im Team, in der Qualifikation liegend die Maximalpunktzahl. Züger zeigte somit einmal mehr, dass ihr das Liegendschiessen momentan am besten liegt. «Die ersten fünf Wettkämpfe waren solid bis gut, ich konnte gute Leistungen zeigen», sagt Muriel Züger.

Am Mittwoch trat sie nun erstmals überhaupt zu einem Wettkampf in der nicht-olympischen Disziplin 300 Meter liegend an. Sechs Serien mussten geschossen werden. «Es war komplettes Neuland für mich. Ich nahm mir vor, von Schuss zu Schuss sauber zu arbeiten», so die Märchlerin. Bereits in der ersten Serie gelang Muriel Züger eine fast perfekte Schiessleistung. Sie holte 99 Punkte. Den Grundstein für den Sieg legte sie aber in den drei nachfolgenden Serien, in denen sie jeweils die Maximalpunktzahl 100 herausholte. «Ich war gut im Rhythmus und habe voll gekämpft.»

Dennoch setzte zum Schluss das Nervenflattern ein. «Ich wurde dann nervös», so Züger. In der fünften Serie resultierten nochmals 99 Punkte, in der letzten aber nur deren 97. «Als ich nochmals und nochmals eine Neun schoss, dachte ich mir: Das wars.» Gemerkt hat Züger, dass ihr die in solchen Situationen nötige Ruhe und Routine noch etwas fehlen. «Darum wurde es hart.»

Am Schluss aber hat es knapp zur Goldmedaille gereicht. Muriel Züger war zwar punktgleich mit der Polin Paula Wronksa, weil sie eine höhere Anzahl von Mouchen erzielte, gehörte das Gold ihr. «Es ist schön, dass es nun erstmals bis ganz nach vorne gereicht hat», so Züger.

Über Zügers Leistung freut sich auch Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport bei Swiss Shooting. «Mit ihrem grossartigen Auftritt und dem Gewinn von Gold zeigt sie, dass sie zu den besten Liegend-Schützinnen in Europa zählt.»

Weitere
Schweizer Medaille

Neben Züger zeigten im 300-Meter-Wettkampf auch zwei andere Schweizerinnen eine gute Vorstellung. Die Bernerin Anja Senti startete alles andere als optimal und kassierte in der ersten Serie drei Neuner (97), was bereits eine hohe Hypothek für einen Platz auf den vorderen Rängen bedeutete.

Danach kam sie aber besser in Fahrt und arbeitete sich dank eines guten Schlussteils mit je 100 Punkten in den letzten beiden Serien immer weiter nach vorne. Am Schluss standen 594 Punkte auf ihrem Konto. Dank der höheren Anzahl erzielter Mouchen überholte sie so die Schwedin Anna Normann und gewann Bronze. Die dritte Schweizerin, die Ex-Tuggnerin Silvia Guignard-Schnyder belegte mit 593 Punkten den fünften Platz und rundete damit das gute Schweizer Teamergebnis ab.

Bei den Männern hingen die -Trauben im 300-Meter-Wettkampf vom Mittwochmorgen zu hoch für die Schweizer. Sandro Greuter klassierte sich als bester auf Rang sechs, Gilles Dufaux wurde Neunter, gefolgt von Jan Lochbihler auf Rang 11.

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