Jonas Boesiger möchte sein immenses Repertoire an Sprüngen in dieser Saison präsentieren. Bild: Thomas Bucheli

Der Ibächler Freestyle-Snowboarder Jonas Boesiger konnte sich optimal auf die neue Saison vorbereiten.

Thomas Bucheli

Bereits nach dem Lockdown im Mai startete Jonas Boesiger in Crans Montana mit der Vorbereitung für die Snowboard-Freestyle-Saison 2020/21. Mit der Schweizer Nationalmannschaft trainierte der 25-jährige Ibächler in der Freestyle-Sporthalle und auf dem Gletscher.

Danach ging der talentierte Freestyler viel nach Österreich, wo er seine Tricks auf einer frisch eröffneten Luftkissen-Anlage übte. «Und Ende August stand ich wieder mit meinem Brett unter den Füssen auf dem Gletscher in Saas Fee. Und in den Herbstmonaten trainierte ich auf diversen Gletschern in Saas Fee, Stelvio, Stubai und Les Diablerets.» Die Vorbereitung sei grösstenteils reibungslos verlaufen. Er hätte zwar eine kleine Gehirnerschütterung und eine Rippenprellung erlitten. «Ansonsten fühlte ich mich top fit und konnte während der Vorbereitung viel profitieren», ergänzte der Muotadörfler.

Aufs Podium springen

Aufgrund der Covid-19-Pandemie erlebte Jonas Boesiger in der Vorbereitung keine Einschränkungen. Auch schlitterte er dank der Treue seiner Sponsoren, der Armee und seines Gönnervereins in keinerlei Schwierigkeiten. Jedoch fielen Einnahmen von Preisgeldern weg, da seit März alle grossen Anlässe abgesagt wurden. Voraussichtlich wird der Schwyzer Freestyler Anfang Januar im österreichischen Kreischberg zu seinem ersten saisonalen Weltcup starten. Und eine Woche später folgt das Laax Open.» Ich möchte mein Training umsetzen und ein Platz auf dem Podium ergattern», gibt Jonas Boesiger seine klare Zielsetzung in der Saison, wo er sich für die Olympischen Spiele von 2022 in Peking qualifizieren kann, bekannt. Und seinen Saisonhöhepunkt plante der Ibächler für die Weltmeisterschaften in China, wo der Snowboardprofi aufs Podest springen wollte. Doch diese sind coronabedingt zu seinem Leidwesen bereits abgesagt. «Aber ich rechnete eigentlich damit.»

«Konnte neue Tricks lernen»

Jonas Boesiger konnte diesen Sommer auf dem Airbag viele seiner bestehenden Tricks perfektionieren und auch ein paar neue dazulernen. «Speziell in der Drehrichtung «Switch Frontside» konnte ich etwas in mein Trickrepertoire aufnehmen.» Im Schneetraining in Stubai landete er in einem Training innerhalb von zwei Stunden vier verschiedene Triple Corks. Nun hoffe er, dass es einen normalen Winter geben werde, wo genügend Schnee falle, dass gute Konditionen anzutreffen seien. «Zudem wünsche ich mir, dass ich die wenigen Wettkämpfe, die noch nicht abgesagt sind, mit guten Resultaten bestreiten kann.» Und wie immer möchte er unverletzt durch den Winter kommen und Spass am Snowboarden erleben. Er möchte sich stetig weiterentwickeln und auch im mentalen Bereich Fortschritte erzielen, wünscht sich Jonas Boesiger.

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